Wat Phra Keo-Wat Pho

 

 

Smaragdbuddha im Gewand der Regenzeit

Der Smaragd-Buddha (Thai พระแก้วมรกต - Phra Kaeo Morakot, offizieller Name พระพุทธมหามณีรัตนปฏิมากร - Phra Phuttha Maha Mani Ratana Patimakorn) ist das National-Heiligtum Thailands. Es handelt sich hier um die etwa 66 cm hohe Buddha-Statue (inkl. Thron), die im Tempel des Smaragd-Buddha (Wat Phra Kaeo oder offiziell: Wat Phra Si Rattana Sadsadaram) in Bangkok verehrt wird. Er ist nicht – wie etwa der Name oder die Farbe suggerieren mag – aus Smaragd, sondern aus Jade hergestellt.

Er sitzt in der sog. indischen oder heroischen Pose (virasana): seine Beine sind verschränkt, das rechte liegt oben auf dem linken. Seine Handhaltung wird Samadhi-Mudra, also Meditations-Handhaltung genannt: die rechte Hand liegt locker auf der linken im Schoß, die Handflächen nach oben gerichtet. (Siehe auch: Buddha-Statue (Thailand))

Der Smaragd-Buddha besitzt drei verschiedene Gewänder, die vom König oder einem prinzlichen Stellvertreter dreimal im Jahr in einer feierlichen Zeremonie gewechselt werden. Die Gewänder sind dem Wetter der jeweiligen Jahreszeit angepasst: es gibt ein Gewand für die Heiße Jahreszeit (Thai: ฤดูร้อน), eins für die Kühle Jahreszeit (ฤดูหนาว) und eins für die Regenzeit (ฤดูฝน).

In Thailand werden manchen Buddha-Statuen magische Kräfte zugeschrieben, so auch dem Smaragd-Buddha. Es wird gesagt, er bringe Legitimität und Wohlstand demjenigen, der ihn besitzt. Er soll auch Epidemien abwenden.

Die Legende

Einer märchenhaften Legende nach soll der Smaragd-Buddha im Auftrag eines indischen Mönches von den (Hindu-)Göttern Indra und Vishnu mit Hilfe der Dämonen des Berges Velu erschaffen worden sein. Erst nach einer Odyssee über Sri Lanka, Java, Myanmar und Angkor soll der Smaragd-Buddha Jahrhunderte später nach Thailand gelangt sein.

Chiang Rai

Eine alte Chronik beschreibt, wie der Smaragd-Buddha "entdeckt" wurde. Während eines Gewitters im Jahre 1434 A.D. schlug der Blitz in eine Chedi ein, die sich in einem Tempel in Chiang Rai (Nord-Thailand) befand. Die Chedi zerbarst und unter den Trümmern fand man eine Buddha-Figur, die mit vergoldetem Stuck bedeckt war. Sie wurde zum Abt gebracht, der nach einiger Zeit bemerkte, dass der Stuck an der Nase abblätterte. Darunter glänzte es grün. Als der Stuck vollständig entfernt worden war, kam die Figur des Smaragd-Buddha zum Vorschein. Die Menschen strömten in den Tempel in Chiang Rai, der nach ihm "Wat Phra Kaeo" genannt wurde, und verehrten die Buddha-Statue, so dass sie eine große Berühmtheit erlangte.

Chiang Mai 0

König Sam Fang Kaen von Chiang Mai hörte vom Smaragd-Buddha und befahl, dass er in seine Hauptstadt Chiang Mai gebracht werde. Aber als der Elefant, der die Buddha-Figur trug, kurz vor Chiang Mai an die Abzweigung nach Lampang gelangte, wollte er sich nicht dazu überreden lassen, die kostbare Fracht zum ursprünglichen Bestimmungsort zu bringen. Er bog statt dessen in die Straße nach Lampang ein. Auch zwei weitere "Ersatz"-Elefanten verhielten sich ebenso. Der König sah das als Omen an, und so verbrachte der Smaragd-Buddha die nächsten 32 Jahre im Wat Phra Kaeo Don Thao in Lampang.

Als König Tilokarat an die Macht kam, befahl er im Jahre 1468 A.D., dass der Smaragd-Buddha von Lampang nach Chiang Mai gebracht werden soll. Er erhielt ein neues Heim in der östliche Nische der großen Chedi im Wat Chedi Luang. Hier blieb er 83 Jahre lang.

Laos

Als im Jahre 1551 der König von Chiang Mai starb, hatte er keine Söhne, die er als Thronerbe einsetzen konnte. Eine seiner Töchter jedoch war mit dem König von Luang Prabang (Lan Chang in Nord-Laos) verheiratet. Sie hatte einen Sohn, Prinz Chaiyachet. Dieser Prinz wurde nun "eingeladen", neuer König von Chiang Mai zu werden, was er gerne annahm. Er bekam den königlichen Namen Chao Chayasettathirat. Kurze Zeit später starb sein Vater, der König von Luang Prabang. König Chaiyasettathirat wollte dem Begräbnis beiwohnen, hatte aber Angst, anschließend nicht mehr nach Chiang Mai eingelassen zu werden. So nahm er kurzerhand den Smaragd-Buddha mit auf die Reise. Doch es ergab sich, dass er länger in Luang Prabang blieb als geplant, so dass die Honoratioren von Chiang Mai nach drei Jahren einen anderen König ernannten.

Als die Burmesen im Jahre 1564 unter der Leitung von König Bayinnaung dazu ansetzten, Luang Prabang zu überrennen, verlegte König Chaiyasettathirat seine Hauptstadt nach Vientiane. Den Smaragd-Buddha nahm er dabei natürlich mit. Er baute ihm dort einen neuen Tempel, den er Wat Phra Kaeo nannte. Der Smaragd-Buddha verbrachte die nächsten 214 Jahre in Vientiane.

Bangkok

Im Jahre 1778 –  Ayutthaya war von den Burmesen zerstört worden und General Taksin hatte den kleinen Hafenort Thonburi zur neuen siamesischen Hauptstadt erklärt – gelang es Chao Phraya Chakri, Vientiane nach einer kurzen Belagerung einzunehmen. Dabei ist anzumerken, dass Chao Phraya ein Adelstitel ist, und Chakri ein militärischer Rang, etwa einem General entsprechend. Der bürgerliche Name des Chao Phya Chakri war Thong Duan. Geboren im Jahre 1737 war er ein Nachkomme einer wohlhabenden Familie aus Ayutthaya mit Verbindungen zu den einflussreichsten Clans des alten Siam. Seine Kriegsbeute aus Vientiane, den Smaragd-Buddha, brachte er in einem Triumphzug in die neue Hauptstadt. Dort wurde er zunächst im Haupt-Tempel Wat Arun untergebracht, der direkt neben dem Palast des Königs lag.

Im Jahre 1782 wurde Chao Phraya Chakri als König Rama I. gekrönt und begründete damit die noch heute amtierende Chakri-Dynastie. Aus Gründen der viel besseren Verteidigung gegen die noch immer feindlich gesinnten Burmesen verlegte er seine Hauptstadt auf die andere, östliche Seite des Chao Phraya-Stromes. Er wollte dort den Glanz der alten Hauptstadt Ayutthaya wieder aufleben lassen. Er baute daher einen neuen Palast für sich und einen neuen Tempel für den Smaragd-Buddha. Er nannte diesen Tempel "Wat Phra Si Rattana Sadsadaram", auf Deutsch etwa "Der Tempel des heiligen Juwels (des Gottes) Indra", von den Einheimischen wird er heute kurz "Wat Phra Kaeo" genannt, also "Tempel des Smaragd-Buddha". In einer feierlichen Zeremonie wurde der Smaragd-Buddha am 22. März 1784 von Thonburi in seinen neuen Tempel gebracht, wo er noch heute verehrt werden kann.

Quelle : Wikipedia

Wat Pho (Thai วัดโพธิ์, Touristen kennen ihn unter dem Namen Tempel des liegenden Buddha) ist ein Königlicher Tempel Erster Klasse, ein buddhistischer Tempel (Wat), der im Zentrum der historischen Altstadt von Bangkok (siehe Rattanakosin) liegt, unmittelbar südlich des Königspalastes. Sein offizieller Name wird zu Wat Phra Chetuphon (วัดพระเชตุพน) abgekürzt, Einheimische nennen ihn aber noch immer Wat Pho nach seinem historischen Namen Wat Potharam, welcher an das Kloster des Bodhi-Baumes in Bodhgaya erinnern soll.

Da Wat Potharam bereits in der Ayutthaya-Chronik zur Regierungszeit von Phra Petracha erwähnt wurde, dürfte er bereits im 17. Jahrhundert gegründet worden sein. Zur Gründung seiner neuen Hauptstadt Bangkok restaurierte und erweiterte König Rama I. den Tempel (das dauerte von 1789-1801) und gab ihm den Namen „Wat Phra Chetuphon Vimolmangkalaram Rajaworamahaviharn“. Auch alle weiteren Könige der Chakri-Dynastie erweiterten und restaurierten ebenfalls diesen Königlichen Tempel (Wat Luang).

Sehenswürdigkeiten

 

  • Phra Ubosoth: der Ubosot wurde von König Rama I. erbaut. In ihm befindet sich Phra Puttha Thewa Patimongkon, eine sitzende Buddha-Statue im Ayutthaya-Stil. In seinem Sockel wurden die sterblichen Überreste von König Rama I. beigesetzt.
  • Kampheng Kaeo: die „Juwelenmauer“ rund um den Ubosot zeigt an seiner Außenseite 152 quadratische Reliefs, die das Ramakien darstellen. Sie wurden im Auftrag von König Rama III. hergestellt. Bis vor einigen Jahren verkauften findige Geschäftemacher sog. „Temple-Rubbings“ dieser Reliefs auf dünnem Papier. Da die Platten davon zu sehr beschädigt wurden, ist diese Praxis heute nicht mehr gestattet.
  • Viharn des Liegenden Buddha: Die Hauptattraktion ist heute die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue. In Thailand gibt es zahlreiche, riesige Statuen liegender Buddhas, so zum Beispiel im Tempel Wat Khun Inthapramun, Provinz Ang Thong (50 Meter lang, aus Ziegeln mit Stuck verkleidet). Im Tempel Wat Bang Phli Yai Klang in der Provinz Samut Prakan befindet sich ein 53 Meter langes Exemplar, welches sogar begehbar ist.
  • Phra Maha Chedi Si Ratchakan: Weithin sichtbar ist diese Gruppe von vier Chedis, eine jede 42 Meter hoch und mit verschiedenfarbigen Mosaiken aus Kacheln bedeckt. Die erste wurde von König Rama I. erbaut und enthält die Überreste der Buddha-Statue „Phra Si Sanphet“, welche von den Burmesen bei ihrem Überfall auf Ayutthaya 1767 zerstört wurde. Die zweite und dritte Chedi wurden von König Rama III. als Symbol der Regentschaft seines Vaters und seiner eigenen errichtet. Diese Gruppe von drei Chedis sollte an eine ähnliche Gruppe des Wat Phra Sri Sanphet in Ayutthaya erinnern. Die vierte, mit blauen Kacheln bedeckte Chedi wurde 1853 von König Mongkut (Rama IV.) als Lobpreisung des Buddha in Auftrag gegeben. Als Vorbild diente ihm die Phra Chedi Sisuriyothai in Ayutthaya, welche von König Maha Chakkraphat zu Ehren seiner Königin Si Suriyothai erbaut worden war.
  • Offene Universität: König Rama III. richtete im Wat Pho eine „demokratische, offene Universität“ ein, für Jedermann ungeachtet seiner Herkunft oder seines Standes. Zahlreiche Textbücher wurden in Marmortafeln graviert und im Tempel ausgestellt. Insbesondere die traditionelle thailändische Heilkunst wird hier weiter verbreitet, zum Beispiel die berühmte Thai-Massage.

Quelle : Wickipedia

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