Kabah

Kabah (auch Kabaah, Kabáh, Kahbah oder Kaba) ist eine Maya-Ruine im mexikanischen Bundesstaat Yucatán (Mittelamerika). Sie wurde erstmals von John L. Stephens 1841 beschrieben. Kabah ist nach Uxmal die zweitwichtigste Ruinenstadt der Maya in der Puuc-Region. Sie war wie alle Orte dieses Gebietes bereits verlassen, als die Spanier nach Mittelamerika kamen. Der Name Kabah kann in der Mayasprache nicht aufgelöst werden, lediglich nach Umstellung in ahkab bedeutet er laut P. Carrillo (1846) so viel wie „Starke Hand“. Die in Kabah heute sichtbaren Bauten wurden zwischen dem 6. und dem 9. Jahrhundert errichtet, sie liegen in einem Areal von 1,5 km in ost-westlicher mal 1 km in nord-südlicher Richtung.

Lage

Kabah liegt im leicht welligen Karsthügelland südöstlich der Ruinenstadt Uxmal und ist mit dieser über einen 18 Kilometer langen und fünf Meter breiten gebahnten Weg (Sacbé) verbunden, der über die große, bisher nicht weiter untersuchte Ruinenstätte Nohpat verläuft. Der Weg beginnt in Kabah mit einem großen Torbogen, neben der noch nicht restaurierte Gran Pirámide. Er verläuft mit kleinen Richtungsänderungen zunächst zu der kleinen Ruinenanlage Xhaxché (von Stephens als Sacbey bezeichnet), dann nach Nohpat und schließlich in Richtung auf den Gouverneurspalast von Uxmal. Das genaue Ende in Uxmal konnte bisher nicht lokalisiert werden. Der Grund liegt darin, dass der sacbé hier nur durch eine einfache Steinreihe auf beiden Seiten markiert wird, während die Füllung aus kleinen Steinen und Mörtel heute nicht mehr vorhanden ist. An flachen Geländestellen verschwindet der sacbé heute unter dem aufgeschwemmten Boden. Die Ruinenzone von Kabah wird heute von der mexikanischen Bundesstraße 261 durchschnitten.

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