Shobak

Shobak

 

Ein einsames Zeugnis der glorreichen Kreuzzüge ist die eine knappe Stunde nördlich von Petra gelegene Burg Shobak. Die früher als „Mons Regalis“ (Königsberg) bezeichnete Burg Shobak stammt aus derselben turbulenten Epoche wie Kerak. Sie thront auf der Seite eines Berges, und unter ihr ziehen sich weitläufige Obsthaine den Berg hinab. Das Äußere der Burg ist beeindruckend, mit einem Furcht einflößenden Tor und einem dreifachen Schutzwall. Trotz der Vorsichtsmaßnahmen des Erbauers fiel die Festung 75 Jahre nach ihrer Erstehung an Saladin. In den Festungsmauern finden sich noch immer die Inschriften seiner stolzen Nachfahren.

Ungefähr 25 km nördlich von Petra krönt ein imposantes Schloss den Kegel eines Felsens, der sich über eine wilde, raue Landschaft erhebt. Heute ist es nach dem nahe gelegenem Ort Shobak benannt, aber für die Kreuzritter war es einst Crak de Montréal – die königliche Festung. Es wurde 1115 erbaut, unter der Herrschaft Balduin I. Von Jerusalem, als erste von mehreren Burgen die für den Schutz der neuen Provinz Oultrejourdin vor seinen muslimischen Feinden angelegt wurden, welche die Verbindungsroute zwischen Syrien und Ägypten angriffen – die alte königliche Landstraße.

Montréal war die Basis von Roman du Puy, dem ersten Herrscher von Oultrejourdain, aber 1132 wurde es Payan le Bouteiller übergeben, der zehn Jahre später nach Karak umzog. Montréal blieb eine wichtige Abwehrstellung der Kreuzritter – es wurde 1171 von Saladin belagert und erneut nach der Niederlage der Kreuzritter bei Hattin im Jahr 1187. Es widersetzte sich ein paar Monate länger als Karak und kapitulierte schließlich im Frühjahr 1189.

Die Ayyubiden hielten die Burg bis 1260, als der neue Sultan der Mamluks in Ägypten, Baybars, die gesamte Region unter seine Herrschat stellte. Abgesehen von einer Kreuzritterkirche und -kapelle und einem Ayyubidischen Palast ist das meiste was man heute sehen kann das Resultat eines Neuaufbaus unter den Mamluks im 13. Jahrhundert. Diese beinhaltet hübsche arabische Kalligrafien auf einem Fries entlang der Außenmauern. Die ottomanische Herrschaft ging bis zum 19. Jahrhundert in der Herrschaft durch Scheiche aus der Gegend auf und die Burg wurde bis 1950 von einigen wenigen ortsansässigen Familien bewohnt.

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