Bali

 

Bali ist eine seit 1949 zu Indonesien gehörende Insel und bildet die gleichnamige Provinz dieses Staates. Ihre Fläche beträgt 5.561 km²; auf Bali leben 3,9 Millionen Einwohner (2010). Die Hauptstadt ist Denpasar.

Geographie

Lage

Bali gilt als die westlichste der Kleinen Sunda-Inseln (zu denen noch die Inseln von Nusa Tenggara gehören) und ist vom westlich gelegenen Java durch die 2,5 km breite Bali-Straße getrennt. Bali liegt im Indischen Ozean zwischen Java und Lombok. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 95 km, von seiner Westspitze bis zur Ostspitze sind es 145 km.

Zur Provinz Bali gehören noch wenige kleinere Inseln namens Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan. Bali gilt als eine relativ junge Insel. Vom malaliischen Festland ist die Insel nur durch drei verhältnismäßig flache Meeresstraßen getrennt. Diese sind im Verlauf der Zeit immer wieder trocken gefallen, so dass sich Fauna und Flora Balis nicht sehr stark vom malaliischen Festland unterscheiden. Zwischen Bali und Lombok verläuft die sogenannte Wallace-Linie. Dies ist die biogeografische Trennlinie zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna. Diese Meeresstraße ist sehr tief und besteht seit langer Zeit, so dass sich Flora und Fauna der beiden benachbarten Inseln stark unterscheiden. Die meisten Berge Balis sind vulkanischen Ursprungs und bedecken etwa drei Viertel der gesamten Inselfläche. Der Vulkan Gunung Agung („Großer Berg“) ist mit 3.142 Meter der höchste Berg der Insel. Für die Balinesen ist er der Sitz der Götter. Außerdem ist er der Pol des balinesischen Koordinatensystems. Der letzte Ausbruch von 1963 forderte 2000 Menschenleben und verwüstete zahlreiche Dörfer und Felder. Westlich vom Agung schließt sich der riesige, zehn Kilometer breite Vulkankrater des Batur-Massivs an, mit dem Randkegel des Gunung Abang (2 153 m) als höchste Erhebung. Das Innere des Kraters wird von dem jungen Kegel des im 20. Jahrhundert viermal tätigen Gunung Batur (1 717 m) und vom Kratersee Danau Batur ausgefüllt.

Der Grund vulkanischer Aktivität sind zwei Kontinentalplatten, die Sundaplatte und die Sahul-Platte (Australische Platte und Eurasische Platte), die durch Bali verlaufen. Sie bewegen sich aufeinander zu. Durch die Kollision der Platten entstehen Risse in der Erdkruste, aus denen das Magma nach oben dringt. So entstanden die Vulkanketten, die Bali und die angrenzenden indonesischen Inseln prägen.

Politische Gliederung

Bali war bei der Gründung Indonesiens 1945 Teil der Provinz Nusa Tenggara Barat. Seit dem 14. August 1959 bildet es zusammen mit den direkten Nachbarinseln (siehe Lage) eine der 27 Provinzen der Republik. Alle Provinzregionen Indonesiens werden von je einem Gouverneur verwaltet, der dem Staatspräsidenten direkt untergeben ist. Der Gouverneur von Bali, seit 2008 ist dies Made Mangku Pastika, hat seinen Sitz in der Hauptstadt Denpasar. Die Provinz Bali ist (seit 1992) in acht kabupaten (Landkreise) und eine kota (dem Stadtkreis von Denpasar) unterteilt, deren bupati (Kreisrat) oder walikota (Oberbürgermeister) dem Gouverneur unterstehen. Die rund 1 500 desa (Dörfer) werden jeweils von einem kepala desa (Dorfoberhaupt) regiert. Die Dörfer wiederum sind unterteilt in banjars (Dorfbezirke), die von einem klian verwaltet werden.

Der Zusatz adat bedeutet traditionell, also balinesisch-hinduistisch. Einige wenige Dörfer verharren bewusst in der Kulturstufe vor der hinduistischen Beeinflussung. Die liegen vor allem im Osten und am Batur-See. Sie werden als Bali Aga (Alt-Bali) bezeichnet. Es gibt auch einzelne kampung islam, Orte mit islamischer, und desa kristen, mit christlicher Bevölkerung.

Flora

Terrassierte Reisfelder nördlich von Ubud. Die heutigen Nassreissorten erlauben auf Bali drei Ernten pro Jahr

Einst waren weite Teile der Insel von Monsunwald (auch tropischer Feuchtwald genannt) bedeckt. Durch die Kultivierung der Landschaft wurden die Wälder stark zurückgedrängt. Im Westen der Insel blieben sie teilweise erhalten, und seit 1984 ist die ursprüngliche Vegetation der Insel als Bestandteil des Bali-Barat-Nationalparks geschützt. Tropische Blütenbäume wie Frangipani, Bougainvillea oder Hibiskus wachsen verbreitet auf Bali. Schraubenbäume (Pandanus) und Lontarpalmen (Borassus flabellifer) wachsen vor allem in den Trockenregionen.

Heute sind in Bali auf engstem Raum bis zu sechs Vegetationszonen anzutreffen:

  • Tropischer Trockenwald
    Er bedeckte früher vor allem den trockenen Norden und Westen, wo die
    Trockenzeit bis zu acht Monate dauern kann.
  • Tropischer Nebelwald
    Der Tropische Bergwald war früher auf allen Bergspitzen oberhalb von 800 bis 1 500 m vorhanden. Heute sind kleine Reste übrig geblieben. Diese Wälder sind sehr wichtige Wassereinzugsgebiete für die darunter liegenden, zum Teil dicht besiedelten Gebiete und bilden einen wirksamen Schutz vor Erosionen.
  • Feuchtsavanne
    Die Feuchtsavanne Balis ist ähnlich wie die Feuchtsavanne in
    Ostafrika. In Bali gibt es vor allem auf der südlichen und trockenen Halbinsel Feuchtsavannen, wo der Boden mehrheitlich aus Kalk besteht und dieser deshalb wenig Wasser speichern kann.
  • Mangrovenwälder
    Sie wachsen im Gezeitenbereich von Flüssen und Meeresküsten. Die einzigen Mangrovenwälder befinden sich im Südosten und Westen Balis.
  • Lavalandschaft
    Diese vegetationslosen Lavalandschaften sind in der Nähe der Vulkankrater zu finden.

Fauna

Der Bali-Tiger ist seit den 1940er Jahren ausgestorben. Auch in Zoos gibt es keine lebenden Exemplare. Letzte unbestätigte Sichtungen reichen bis in die frühen 1950er Jahre. Auch außerhalb geschützter Reservate sind Affen, besonders Makaken und Grauaffen, häufig. Echsen, wie Agamen, Warane, Skinke und Geckos, findet man überall auf der Insel, auch Schlangen sind zahlreich. Die Großsäuger sind durch Wildschwein und Rotwild vertreten. Im Nationalpark leben noch 30–40 Exemplare des javanischen Wildrindes sowie viele verschiedene Vogelarten, darunter der nur auf Bali vorkommende Balistar [3]. Vor der Küste Balis gibt es ausgedehnte Korallenriffe. Für den Küstenschutz entwickelte der Architekt Wolf Hilbertz künstliche Korallenriffe. Mit der Biorock-Technologie wollen die Balinesen einen ihrer wichtigsten Tempel vor den Wellen des Meeres schützen.

Klima

Das Klima ist tropisch warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Von November bis März bringt die innertropische Konvergenzzone (ITC) einen aus Nordwesten kommenden Monsunregen. Die zentrale Gebirgskette sorgt dafür, dass sich der Regen sehr ungleichmäßig auf der Insel verteilt. Im Süden der Insel fallen jährlich etwa 2 000 mm Niederschlag. Im Gebirge erhöht sich der Niederschlag auf 3 000 mm, dagegen erhält die im Regenschatten liegende Nordküste Balis nur rund 1 000 mm Niederschlag. Im Jahresmittel liegen die Temperaturen bei 24–34 °C auf Meeresniveau, in der Trockenzeit (Mai–Oktober) durchschnittlich bei 10-20 °C in den Hochlagen und 29–34 °C in den Küstenregionen.

Bevölkerung

89 % der Bevölkerung sind Balinesen, der Rest verteilt sich auf kleine javanesische und chinesische Gemeinden.

Religion

 

Umfassung eines typischen Haustempels, mit gespaltenem Tor (Candi bentar), seitlichen Nischen für Opfergaben (apit lawang) und dämonischen Wächterfiguren davor

  • Hinduismus: 92,3 %
  • Islam: 5,7 %
  • Christen: 1,4 %
  • Buddhisten: 0,6 %

Bali ist insofern eine Besonderheit, als sie die einzige Weltgegend außerhalb Indiens und Nepals mit bodenständiger hinduistischer Bevölkerung und gleichzeitig die einzige hinduistische Insel Indonesiens darstellt. Die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu-Dharma-Religion, der balinesischen Glaubensform des Hinduismus. Einzug hielt der Hinduismus in Bali im 8. bis 9. Jahrhundert. Religion ist Leben und Leben ist Religion auf Bali. Religiöse Riten und Feste begleiten die Menschen von der Geburt bis zum Tod und über den Tod hinaus. Sie sind Grundlage des Zusammenhalts von Familie und Dorfgemeinschaft. Religiöse Riten werden wirksam bei der Gründung eines Dorfes, sie ordnen das Familienleben und sind die ethischen Leitlinien des ganzen Volkes. Feiertage, Volksvergnügungen und Versammlungen werden stets von einer Tempelzeremonie eingeleitet.

Bali wird auch die Insel der Tausend Tempel genannt. Jedes Hindu-Banyar beheimatet drei Tempel: den Pura Puseh (Ursprungstempel), den Pura Desa (Tempel der großen Ratsversammlung) und den Pura Dalem (Todestempel). In manchen Dörfern sind Pura Puseh und Pura Desa in einem Tempel-Komplex.
Meist sind solche Tempel überraschend aufwändig gestaltet, selbst in abgelegenen Regionen, und stehen im gestalterischen Aufwand den bedeutenden Tempeln der Insel kaum nach.
Dazu hat noch jedes Haus und jedes
Subak seine eigenen Tempel und an markanten Punkten (Straßenkreuzungen, Orteinfahrten, Banyan-Bäume etc.) gibt es Kleintempel oder zumindest einen Opferstock, der im Extremfall auch ein einfacher Stein sein kann.

Balinesische Küche

Der erste Grundsatz der balinesischen Küche ist Andacht. Von den Speisen des Tages wird täglich geopfert, bevor die Menschen davon essen. Viele Speisen werden speziell zu rituellen Zwecken zubereitet und nach der Zeremonie verspeist. Essen ist Gebet.

Die indischen und arabischen Kaufleute brachten außer Handelswaren, Hinduismus und Islam auch neue Gewürze mit wie Ingwer, Kardamom und Gelbwurz. Mit den Portugiesen kamen die heute in der balinesischen Küche unverzichtbaren Chilis. Holländer bereicherten den Speisezettel mit Kartoffeln und anderen europäischen Gemüsesorten, die in den höheren Lagen Balis gut wachsen. Die Chinesen brachten vor allem Glasnudeln nach Bali. Reis ist in Bali mehr als ein Grundnahrungsmittel, denn Essen ist für die Balinesen gleichbedeutend mit Reis essen. Maniok und Kartoffeln sind nur gelegentlich servierte Abwechslungen. Selbst die Fastfoodketten servieren alle Gerichte mit Reis und nur gegen Aufpreis mit Pommes Frites. Das zweitwichtigste in der balinesischen Küche sind, was in ganz Asien nicht wegzudenken ist, viele verschiedene Gewürze. Damit werden alle Beilagen kräftig, gerne auch extrem scharf gewürzt. Balinesische Speisen sind meist ohne Kühlung den ganzen Tag haltbar. Fisch, Fleisch und Geflügel sind etwas teurer und werden in kleineren Mengen als Beilage verzehrt. Kühe sind im Prinzip auch in Bali heilig. Es wird zwar wenig weggeworfen, aber zum Beispiel innerhalb eines Tempels oder als Opfergabe kommt Rind nicht in Frage. Schweinefleisch ist ein alltägliches Nahrungsmittel und trägt mit Fisch (Süß- und Seewasser), Meeresfrüchten, Ziegenfleisch, aber auch Schnecken (Bekicot) zur Eiweißversorgung bei. Auch Enten, als Nutztiere weit verbreitet, sind bei Festessen und Großopfern unverzichtbar. Historisch waren Kühlmöglichkeiten begrenzt, so wird Fisch oft eingesalzen oder zu Fischpaste verarbeitet. Unverzichtbar ist die Kokosnuss, die zu den Hauptanbauprodukten der Insel gehört. Ihre Milch, zubereitet aus einem Aufguss aus Wasser und geraspelter Kokosnuss, ist eine hervorragende Grundlage für die Curry-Gerichte. Geraspelte Kokosnüsse werden unter Gemüse gemischt oder mit Gewürzen gebraten als Beilage gereicht.

Im Alltag wird dem Essen keine eigene Rolle zugemessen. Was in lustvoller Arbeit gekocht wird, wird oft ganz nebenbei genüsslich verspeist, das gesellige Beisammensein zwecks einer Mahlzeit spielt keine Rolle, da man sowieso viel beieinander ist. Das Frühstück ist nicht selten ein Stehimbiss, bei dem man schnell ein paar Speisen verzehrt, die die Hausfrau vom Marktbesuch mitgebracht hat. Das Mittagessen wird von den Frauen des Haushalts jeden Morgen frisch zubereitet und dann auf dem Esstisch unter einem Fliegenschutz aufbewahrt, an dem sich die Familienmitglieder während des Tages bedienen, wenn sie wieder eintreffen und Hunger haben.

Ein beliebter Snack zwischendurch ist auch Rujak, ein Fruchtsalat aus unreifen Früchten (vor allem von einer speziellen Mango) oder Gemüse, angerichtet mit einer für europäische Zungen sehr ungewohnten Sauce aus Chili, Palmzucker, gerösteter Krabbenpaste und Fischsoße, abgeschmeckt mit Lemo (keine Limone) und Salz. Das Abendessen setzt sich meist aus den Überresten des Mittagessens zusammen. Dazu werden Omeletts oder auch gebratene Nudeln, die die Chinesen in der indonesischen Küche etablierten, gereicht. Das gemeinsame Essen dagegen ist den Festtagen vorbehalten. Bei einem Fest gibt es keine getrennten Speisegänge.

Begriffe wie Vorspeise, Suppe, Hauptspeise oder Nachspeise sind für die balinesische Küche unangebracht. Man isst, was auf dem Tisch steht, in der Reihenfolge des eigenen Gusto.

Sprachen

Auf Bali wird hauptsächlich Balinesisch (basa krama, zu Triwangsa basa alus) und Indonesisch (Bahasa Indonesia) gesprochen. Als nicht-indonesische Sprache ist Englisch wegen des Tourismus ebenfalls weit verbreitet. Je nach Haupttouristenherkunft vor Ort wird auch Niederländisch (Sanur), Japanisch (Ubud) und gelegentlich auch Deutsch, Russisch, Italienisch oder Französisch gesprochen, soweit dies für den Verkehr mit Touristen erforderlich ist. In Privatschulen wird neben den genannten Sprachen auch Mandarin unterrichtet.

Geschichte

Als erste Einwanderer vermutet man Menschen aus Südindien, die Bali ca. 1500 v. Chr. besiedelten. Das erste Königreich ist für 990 n. Chr. belegt. 1478 zog die hinduistische Oberschicht des Majapahit-Reiches von Java, durch den Islam verdrängt, nach Bali. Der König der hieraus entstehenden Dynastie (Gelgel-Dynastie) regierte Bali von Klungkung aus. In der Folgezeit verselbständigten sich die Provinzen Balis. Ihre Herrscher, die Rajas, wurden nunmehr zu Königen ihrer eigenen Reiche. Die Holländer besetzten Bali von 1846 bis 1942. Danach wurde die Insel bis 1945 von Japan annektiert. Am 17. August 1945 erfolgte die Proklamation Indonesiens. Seitdem ist Bali ein Teil des Landes.

1963 brach der Mount Agung aus und tötete Tausende. Darauf folgte ein wirtschaftliches Chaos, welches viele Balinesen dazu veranlasste, in andere Teile Indonesiens umzusiedeln.

Am 12. Oktober 2002 wurden 202 Menschen bei Sprengstoffattentaten auf zwei Diskotheken in Kuta getötet.

Drei Jahre später, am Samstag, dem 1. Oktober 2005, explodierten drei Sprengsätze und töteten 26 Menschen. Es gab 122 Verletzte, darunter auch zwei deutsche Staatsangehörige. Zwei der Bomben explodierten am Strand von Jimbaran, eine weitere vor einem Restaurant in Kuta Beach. Die Polizei geht von Selbstmordanschlägen aus und vermutet die radikal-islamistische Organisation Jemaah Islamiyah hinter dem Attentat.

Auf Bali besteht seit über 1 000 Jahren ein soziales, ökonomisches und kulturelles Netzwerk aller lokalen Gemeinschaften untereinander. Alle Dörfer, Städte und Provinzen haben identische, aber dezentral kontrollierte Organisationsstrukturen.

Diese traditionellen Strukturen teilen sich in drei Gruppen:

  • die Banjar („Nachbarschaft“) zur Regelung ziviler Aspekte innerhalb der Gemeinschaft
  • die Subak für die Festlegung der Bewässerungsmodalitäten der Reisfelder
  • die Pemaksan zur Regelung der religiösen Rituale

Wirtschaft und Industrie

Die meisten Balinesen sind nach wie vor in der Landwirtschaft beschäftigt. Das Inselinnere ist für die Landwirtschaft zu gebirgig und die schmalen Küstenstreifen im Norden und Osten eignen sich nur bedingt. Das Hauptanbaugebiet befindet sich im flachen und sehr fruchtbaren Süden der Insel. Reis ist das Hauptnahrungsmittel und das wichtigste Anbauprodukt der Insel und wird hauptsächlich für den Eigenbedarf produziert. Kokosnüsse und Schweinefleisch sind die wichtigsten Exportprodukte, ebenso Arabica-Kaffee, der im Hochland von Kintamani gute Anbaubedingungen findet. Für den Eigenbedarf werden vor allem Erdnüsse, Chilis, Zwiebeln, Sojabohnen oder andere tropische Gemüsesorten und Früchte angepflanzt.

Die einzige nennenswerte Industrie ist die Textilindustrie. Billige Strandkleidung, von Frauen zum Teil in Heimarbeit gefertigt, wird im In- und Ausland vermarktet. Ebenfalls exportiert Bali viel Kunsthandwerk.

Mittlerweile ist der Tourismus der wichtigste Devisenbringer. Bali ist die am häufigsten besuchte Touristeninsel Indonesiens. Die Insel deckt wesentliche Teile ihres Haushalts mit Mitteln aus dem Fremdenverkehr. Heute kommen etwa 4 Millionen Besucher jährlich. Trotzdem hat Bali auch jenseits des Tourismus immer seine eigenständige kulturelle Identität bewahrt. Von den etwa 5 000 Tanz- und Gamelangruppen, die regelmäßig ihre religiösen Zeremonien abhalten, sind nur wenige ausschließlich für die Touristen aktiv. Einige Orte wie Kuta, Legian und Seminyak haben sich im Laufe der letzten Jahre stark „verwestlicht“. Die meisten Touristen kommen aus Indonesien, Australien, Japan, Deutschland und den Niederlanden. Der Ngurah Rai International Airport liegt in der Nähe von Jimbaran und Kuta.

Beschäftigung der Bevölkerung

  • 59 % Landwirtschaft
  • 19 % Handel mit handwerklichen Erzeugnissen, Textilindustrie, Baugewerbe
  • 22 % mit Tourismus verbundener Handel, Finanzwesen, Gastgewerbe

Sehenswürdigkeiten

Tempelanlagen

  • Pura Besakih, der Muttertempel
  • Tanah Lot, der Meerestempel
  • Pura Luhur Ulu Watu, Tempel an einer Steilklippe im Süden
  • Pura Ulun Danu Bratan, ein Seetempel im Danau Bratan
  • Pura Luhur Batukau, am Fuße des Gunung Batukaru
  • Pura Goa Lawah, die Fledermaushöhle zwischen Kusamba und Padang Bai, an der Steilküste
  • Pura Pusering Jagat, in Pejeng im Distrikt Gianyar

Landschaften

Kunst

  • Ubud, künstlerisches Zentrum Balis (Malerei)
  • Celuk, Dorf der Silberschmiede
  • Mas, Dorf der Holzschnitzer
  • Batubulan, Dorf der Bildhauer

Kultur

  • Tempelfeste und Totenverbrennungen, wo sie sich ergeben
  • Botanischer Garten bei Bedugul

Quelle: Wickipedia

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